Nano-Aquarien von BLAU

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Der spanische Hersteller BLAU hat eine recht umfangreiche Reihe von Nano-Aquarien auf dem Markt. Leider findet man diese nicht sehr häufig in den Shops, geschweige denn im Zoofachhandel. In Zukunft können diese in unserem neuen Shop erworben werden!

Insgesamt bietet BLAU sieben verschiedene Größen an. Diese sind aufgeteilt in drei Serien, die Cubic-, Square- und Small-Line. Wärend die Cubic-Line das klassische von Dennerle bekannte Design hat, bietet die Square-Line durch seine größere Grundfläche wesentlich mehr Platz für eine schöne Gestaltung des Beckens. Die Small-Line, auch Bonsai-Becken genannt, ist ein Sonderling in der Nano-Aquaristik. Im Verhältnis zum Gesamtvolumen von 17l ist dieses Becken sehr lang gezogen, dafür aber sehr niedrig. Ein echter Blickfang und wirklich mal etwas anderes.

Alle Becken können als Set erworben werden. Ich stelle hier neben den Becken auch das beinhaltete Zubehör vor.

Der Filter:
Statt eines schnell verstopfenden Innenfilters, dessen Filtermedien nur einmal gereinigt werden können und danach entsorgt werden müssen, setzt BLAU auf einen Rucksackfilter. Dieser ist bereits mit Filtermedien ausgestattet, kann aber noch erweitert werden. Ich verwende dafür sera siporax.

Der FM-60 ist in den Sets bis 20l Inhalt enthalten. Mit einer Leistung von 3W schafft der Filter 60l/h. Die Durchflussmenge ist regelbar. In den größeren Becken-Sets sind die größere Version, der FM-120 enthalten.

 

 

 

 
flex-lightNano-Flex Light:
Die Beleuchtung wird über eine Aufsetzleuchte mit flexiblen Arm sichergestellt. Durch die biegsame Aufhängung ist so eine Feinjustierung der Beleuchtung möglich. Das Leuchtmittel ist ein G27 Sockel mit 7.100 Kelvin. Ein Austausch ist problemlos möglich. Man erhält Leuchtmittel in kaltweiß, warmweiß, mit rot oder blau Anteilen.

Erhältlich sind die Lampen mit 9W, 13W und 18W.

Weiteres Zubehör:
Um den Start in die Nano-Welt zu vereinfachen sind noch folgende Extras im Set enthalten:

- AT Nano-Guard light, Wasseraufbereiter
- AT Nano-Plant light, Eisen-Dünger
- AT Nano-Filter aktiv, Filterstarter
- AT Crusta-Vital, Futterprobe
- Schaumstoffunterlage

Selbstverständlich ist in dem Set auch eine Abdeckscheibe enthalten.
Diese passt sehr gut in die sechs beigefügten Kunststoffhalterungen. Einziger Wehrmutstropfen, sie hat keinen Griff oder Aussparung zum sicheren Greifen. Hier muss BLAU noch nachziehen. Da die Scheibe das Becken aber nicht komplett abschließt, kann man sie dennoch gut greifen und muss diese auch nicht zum Füttern der Tiere abnehmen. Die Lücke stört dabei die Optik überhaupt nicht.

 

Die Becken im Einzelnen:

Cubic-Line 10l
Größe: 20x20x25cm (BxTxH)
Beleuchtung: 9W

Cubic-Line 20l
Größe: 25x25x30cm (BxTxH)
Beleuchtung: 13W

 

 

 

Cubic-Line 30l
Größe: 30x30x35cm (BxTxH)
Beleuchtung: 18W

 

 

 

Square-Line 13l
Größe: 31x18x24cm (BxTxH)
Beleuchtung: 13W

 

 

 

Square-Line 28l
Größe: 40x25x28cm (BxTxH)
Beleuchtung: 18W

 

 

 

Square-Line 38l
Größe: 25x48x30cm (BxTxH)
Beleuchtung: 18W

Small-Line 17l
Größe: 25x24x16cm (BxTxH)
Beleuchtung 18W

Colomi´s selbstreinigender Aquarienboden

 …oder der “Zauberkies”

Versuchsbecken Colomi Bodengrund

 

Die Firma Colomi war so nett, mir eine Probe von ihrem selbstreinigenden Kies zuzusenden. Auf der Homepage und der Verpackung verspricht der Hersteller viele sehr positiven Eigenschaften die gerade für meinen Einrichtungsservice von sehr großem Vorteil wären, wenn sie sich bewahrheiten:

 

- Austausch des Bodengrundes nur alle 5 Jahre
- Nährstoffe für Pflanzen
- selbstreinigend
- zerlegt Nitrit (Nitritpeak bleibt aus)
- zerlegt Ammonium oder Ammoniak
- Algenwachstum auf der Bodenoberfläche wird unterdrückt

Wie ich bereits in einem Beitrag berichtet habe, ist der Kies in verschiedenen Farben, sowie in zwei Größen erhältlich. Man kann es in einer Korngröße von 2-5 mm, sowie in 1-2 mm erwerben.
Der Kies zeigt sich als ein wenig leichter als herkömmlicher Kies. Er besitzt eine reflektierende Oberfläche, womit das Licht besser ausgenutzt werden soll. Der Bodengrund sollte vor dem Einsetzen gewaschen werden. Dabei lösen sich nicht wie bei Steinen kleine Staubpartikel, sondern kleine glitzernde Teilchen die andernfalls schillernd durch das Becken schwimmen würden.

Das oben gezeigte Becken ist mein Versuchsbecken, in dem ich sehen möchte, wie sich verschiedene Pflanzen (Wurzelzehrer) auf dem Zauberkies entwickeln.

Das Becken hat das folgende Setup:
- 13l Aquarium (30x19x26cm)
- ca. 1,5kg Colomi Bodengrund (Farbe “Namibia”)
- Luftheber-Eckfilter
- Aquatic Nature LED-36 RGB (2,16W) 10h/Tag
- Bio-CO² über Glaspfeiffe

Bepflanzt wurde das Becken mit:
- Hemiantus callitrichoides “Cuba”
- Pogostemon helferi
- Glossostigma elatinoides
- Utricularia graminifolia
- Eleocharis parvula (Nadelsimse)
- Cryptocoryne spec. “Flamingo”
- Taxiphyllum barbieri (Javamoos, auf Filter gebunden)
- Heteranthera zosterifolia

Colomi Bodengrund

Gerade bei der Cryptocoryne bin ich sehr gespannt, wie sie sich ausbildet.

Ich hoffe so ermitteln zu können, ob der Bodengrund halten kann was Colomi verspricht. Neuen Produkten stehen Aquarianer meist sehr skeptisch gegenüber. Aber ohne Testen, keine Erfahrungen. Und wenn der Kies wirklich die angekündigten Eigenschaften hat, werde ich ihn in mein Programm aufnehmen.

Ich werde diesen Artikel regelmäßig updaten. Auch die Wasserwerte werden noch folgen.

Aufgebaut wurde das Becken am 14.10.2011, heute, drei Tage später, ist noch kein Nitrit nachweisbar. Restliche Werte folgen.

 

Arcadia Arc Tank

Arcadia hat einige verschiedene Nano-Aquarien im Angebot. Die Arc Tank-Reihe hat mal eine andere Form als die standard Dennerle-Beckenform. Ähnlich dem AquaArt von Tetra hat dieses Becken eine größere Grundfläche und bietet so mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Der Arc Tank ist in den Größen 20l (30x25x30cm) und 35l (40x28x33cm) erhältlich.
Die silbernen Eckteile sind fest mit dem Glas verklebt und stellen gleichzeitig die Auflagefläche für die Abdeckscheibe dar. Ohne das Becken bisher in Betrieb gehabt zu haben, muss ich sagen, dass mir die Abdeckscheibe gefällt. Diese ist aus Plexiglas und somit schwer kaputt zu bekommen. Wie kratzanfällg die Scheibe ist, muss sie noch zeigen.

Ausstattung:

Das Komplettset besteht aus:
- Glasaquarium (4mm) mit gewölbter Frontscheibe (Panoramaglas)
- Abdeckscheibe aus Plexiglas
- Arc Pod Aquariumleuchte 9W, bzw. bei 35l 11W
- Innenfilter 5W
- Anleitung

Beleuchtung:

Bisher habe ich das Becken nicht befüllt gesehen. Daher kann ich auch nicht sagen ob die 9W bei 20l reichen. Das werde ich vermutlich Ende Oktober sagen können, wenn das nächste Kundenbecken fertig eingerichtet und schon eine Weile gelaufen ist. Das mitgelieferte Leuchtmittel hat einen magentafarbenden Schein. Ist vermutlich gewöhnungsbedürftig.

 

Ein ganz großes Plus ist die Beweglichkeit der Lampe. Ohne eine Schraube zu lösen, kann man sie um 90° nach oben klappen. Befestigt ist sie mit einer Schraube und lässt sich so an das Becken festschrauben und hält dabei sehr gut.

Das Gehäuse ist wasserdicht, das Leuchtmittel kann also mit einer handelsüblichen Lampe ersetzt werden.

 

Filter:

Der mitgelieferte Innenfilter erinnert stark an den Sera fil 60. Einziger Unterschied ist der durchsichtige Ausströmer. Bepackt ist der Filter mit einem groben Schwamm und einer mit Aktivkohle gefüllten Plastikbox. Diese lässt sich mit diversen Filtermedien befüllen. Man empfiel mir vor Kurzem Sera Siporax mini. Dazu bald mehr, wenn ich es selber getestet habe.
Filterleistung ist 200l/m bei 5W.

 

 

 

 

 

Fazit:

Ich mag das Design des Beckens sehr gerne. Eine gute Alternative zu den genanntem Dennerle-Standard-Design.
Die Lampe halte ich für gewöhnungsbedürftig. Allerdings hat die Fassung einen G7 Sockel. Dafür einen Ersatz mit anderer Farbe zu finden, dürfte nicht so schwer sein. Arcadia bietet auch passende Lampen in anderen Tönen an.
Die Ausstattung ist gut und Arcadia verzichtet auf irgendwelchen unnötigen Schnickschnack. Dadurch bleibt das Set günstig bei 50-60€.
Eine gute Alternative zu den teureren Dennerle Becken.

Erfahrungswerte und Fotos vom eingerichteten Becken folgen dann Ende Oktober.

 

 

Hier noch ein Bild von der Plexiglasabdeckung.

Tetra AquaArt

Tetra AquaArt 20l

Das kleine Tetra-Becken ist in zwei Größen erhältlich, 20 (35x25x25cm) und 30 Liter (35x35x25cm). In der Ausstattung unterscheiden diese sich nicht.

 

 

 

Der Deckel verfügt über zwei Klappen und ist zusätzlich komplett aufklappbar. Man kann die Haltebolzen der Schaniere entfernen und so den Deckel komplett abnehmen.

 

zwei Futterklappen


 

 

 

Ausstattung:
Es sind alle technischen Geräte im Lieferumfang enthalten, die zum Betrieb benötigt werden.

- eine TetraTec APS 50 Membranpumpe 2W
- ein Lufthebefilter
- Luftschlauch mit Rückschlagventil
- Eine Spritzwasser geschützte 11W Lampe im Deckel verbaut

Im oberen Rahmen ist links und rechts an den Schanieren eine praktische Kabelführung verbaut.

 

Zubehör:
Ebenfalls im Lieferumfang enthalten, ist eine Dose TetraCrusta Menü, eine Probe TetraAquasafe (50ml) sowie ein Nanoaquarienratgeber.

Fazit:
Wem das klassische Aquariendesign gefällt, der ist mit diesem Becken bestens versorgt. Die Handhabung der Technik ist denkbar einfach. Nur ein Wechsel des Leuchtmittels bedeutet den Einsatz eines Schraubendrehers um die vier Schrauben der Lampenabdeckung zu lösen.
Im Betrieb ist die Membranpumpe kaum hörbar.
Über den Betrieb eines Lufthebefilters gibt es gespaltene Meinungen. Bei den drei Tetrabecken die ich betreue sind bisher keine Probleme aufgetaucht. Schade ist nur, das man beim Kauf dieses Beckens auf die Filterart festgelegt wird oder zusätzliche Kosten entstehen, wenn man eine andere Filtermethode vorzieht. Denn das Becken kann nicht einzeln erworben werden, ausschließlich im Set.
Die Beleuchtung könnte besser sein, da in die Ecken weniger Licht fällt. Es ist aber immernoch hell genug für ein normales Pflanzenwachstum. Und sehen kann man natürlich auch alles.

Seemandelbaumblätter

Als ich auf meiner Malaysiareise einige mir unverschämt bekannt vorkommende Blätter au dem Boden fand, habe ich mal schnell nachgeschaut wo die Blätter des Seemandelbaums überhaupt herkommen. Schließlich lege ich ja ständig welche in meine Becken. image

Und siehe da, das Ursprungsland ist Malaysia :)
Ich werde mal schauen, ob es Probleme gibt, wenn man sich trockenes Laub nach Europa schickt.

Seemandelbaumblätter eignen sich hervorragend zur Nahrungsergänzung von Zwerggarnelen. Die Tiere knabbern die Bakterien von den Blättern, die für den Zersetzungsprozess des Laubs zuständig sind ab. Ebenso haben SMBB einen recht hohen Huminsäuregehalt. Dieser senkt leicht den Ph-Wert des Wassers und hat gleichzeitig eine antibakterielle Wirkung.
Natürlich kann man ebenso getrocknetes Laub aus unseren heimischen Wäldern nehmen. Das ist auf Dauer und in großen Mengen wesentlich günstiger. Ich bin allerdings davon überzeugt, dass Seemandelbaumblätter eine stärkere Wirkung auf die Wasserchemie haben.

Laub sollte in keinem Garnelenaquarium fehlen. Vor dem Einlegen kurz mit kochendem Wasser zur “Desinfektion” überbrühen.

EHEIM AquaStyle

Das EHEIM AquaStyle ist in drei verschiedenen Größen erhältlich. Man hat die Wahl zwischen 16l (24x24x25), 24l (27,5×27,5×32) und 35l  (31x31x36).

Passend zu den Becken kann man auch einen 110cm hohen Unterschrank erhalten.

Ausgestattet ist das Set neben dem 4mm starken Glaskörper mit einem Innenfilter und einer 7W LED. Das 35l Becken ist 5mm stark und mit der gleichen Filter-Lampen-Kombination ausgestattet. Beide verfügen jeweils über eine seperate Stromversorgung.

War ich anfangs der LED gegenüber sehr skeptisch eingestellt, bin ich nun nach zwei Monaten Betrieb des Beckens voll von der Beleuchtung überzeugt. Das lichthungrige Zwergperlkraut, sowie Pogostemon Helferi wachsen unaufhaltsam. Schon nach einer Stunde hatten sich Luftblasen am Hemiantus gebildet.
Das Licht erstrahlt in einem sehr hellen Kaltweiß.

Der Innenfilter läuft mit sparsamen 4W, bei einer Leistung von 200l/h. Das einzige vernehmbare Geräusch ist das leise, angenehme Plätschern des Wasserfall ähnlichen Auslass. Hinter der Außenschale versteckt sich erst eine garnelensichere 2cm starke Filtermatte. Nach passieren der Matte, durchströhmt das Wasser eine sogenannte Media-Box. Diese lässt sich mit dem beigefügten Biofilter-Material befüllen. Man kann die Box aber auch mit Aktivkohle oder anderen Filtermedien befüllen.
Der Filter ist in allen Sets der Gleiche. Dies ist ein kleiner Nachteil beim 16l Becken. Der Filter wirkt ein wenig groß und man muss ihn geschickt mit Deko oder Pflanzen verdecken.

Zum weiteren Lieferumfang gehört eine Abdeckscheibe mit den gleichen Abmessungen wie die Grundfläche des Beckens. Die Scheibe ist mit fünf Kunststoff-Clips gesichert.

EHEIM setzt anders als die Mitbewerber im Nano-Bereich nicht auf eine Schaumgummi-Unterlage, sondern auf vier kleine Gummifüße die ihren Zweck ebenso gut erfüllen. Ich finde es optisch ansrechender als eine schwarze Matte.

Somit schafft Eheim ein komplettes Set, jedoch ohne Einrichtungsgegenstände wie Kies und weiterm Kleinkram anzubieten. Man kann aber ein passendes  Dekoset erwerben. Dieses ist speziell auf die AquaStyle Serie abgestimmt und beinhaltet Steine, Wurzel und Bodengrund.
Auf Pflegematerialien und Futterproben hat Eheim ebenfalls verzichtet.

Ich bin sehr begeistert von diesem Aquarium. Die fehlende Innenausstattung ist durchaus vertretbar, wird einem hier doch ein Set geboten, dass durch hervorragende Technik glänzt.

Das Becken, sowie Filter und LED sind bisher nur im Set zu erwerben. Ein Einzelverkauf dieser Produkte steht leider noch aus. Jedoch kann man direkt über die EHEIM-Homepage Ersatzteile beziehen.

 

Quelle Bilder: EHEIM

Weitere Bilder bei den Einrichtungsbeispielen.

Abdeckscheibe mit Abstandshalter

 

 

aktiver Bodengrund

Die Haltung von Zwerggarnelen ist nicht immer einfach, lässt sich doch dann und wann einfach nicht der richtige Wasserwert einstellen. Kommt aus der Leitung ein pH-Wert von 8.3° sieht es schlecht aus für die meisten Arten, insbesondere für die meisten Caridina-Arten.

Es bietet sich also an, das Becken mit einem aktiven Bodengrund zu versehen. Um seine ph- und KH- senkende Wirkung voll entfalten zu können, wird er am Besten mit einem Bodenfilter betrieben. Ein aktiver Bodengrund beeinflusst die Wasserwerte dahingehend, dass wir den Pfleglingen optimale Bedingungen einstellen können. Man spart sich also aufwändige oder Wasser verschwendende Torf-Kanonen oder Osmose- und Entsalzeranlagen.

Der pH-Wert wird unter 7 eingestellt, KH auf 0-2 und der GH kann unter 5 fallen. Dies ist abhängig vom Ausgangswasser. Man sollte um Häutungsprobleme zu vermeiden regelmäßig Mineralien (z.B. Sera Mineralsalz) hinzugeben. Man kann bei Neocaridina Arten dann sogar Verbesserungen in der Farbe und ein beschleunigtes Wachstum erkennen.
Trotz KH-Senkung ist aber kein “Kippen” des Beckens, also ein plötzlicher pH-Abfall zu erwarten. Der aktive Bodengrund stabilisiert den pH-Wert und übernimmt somit die Aufgabe der entzogenen Karbonathärte.

Vorsicht ist jedoch geboten bei Medikamentengabe! Flubenol, Panacur usw. binden sich in diesem Bodengrund. Ein gründliches Reinigen oder Auswechseln ist angeraten. Sonst sieht man seine Neritiden (Geweih-, Rennschnecke usw.) bald tot am Boden liegen.

Diese Substrate bestehen meist aus gebrannten Lehmsorten, mit oder ohne bestimmte Zusätze. Im Folgenden gehe ich exemplarisch auf die gängigsten Sorten ein.

Akadama

Akadama, trockenDiese lehmartige Erde kommt aus Japan (zu dtsch.: “rote-Kugeln-Erde”) und wird hauptsächlich für die Bonsaipflege verwendet. Die Erde wird direkt aus dem Boden gehoben und anschließend zu einer festen Form gebrannt. Für die Aquaristik ist das Material durch seine pH-senkende Wirkung von Interesse geworden. Allerdings ist nur doppekt gebranntes Akadama für das Aquarium geeignet. Weichere Sorten führen zum Verschlammen, da das Material sich nach recht kurzer Zeit auflöst.

Man kann es ca. zwei Jahre lang verwenden.

pro:
- der günstigste aktive Bodengrund (ca. 15-20€ für 14l)
- leicht über Bonsaihändler zu erhalten
- wenig Algenwachstum
- gute Wasserwerte erreichbar

kontra:
- zieht extrem stark Nährstoffe aus dem Wasser und bindet diese
- das Pflanzenwachstum ist gehemmt, mache Pflanzen kümmern
- nur in einer Farbe erhältlich
- meist sehr grobkörnig, 1-5 mm
- Stengelpflanzen gehen meist ein

SoilSoil

Es gibt unendlich viele verschiedene spezielle Aquarien-Soils. Dieses wurde speziell für die Aqauristik entwickelt. In Asien existiert hierfür ein sehr großer Markt. So ziemlich jeder Garnelenhalter- bzw. Züchter, hält seine Tiere dort auf einem Soil. Bisher sind nur wenig verschiedene Sorten in Europa angekommen.

Der bekannteste ist der Red Bee Sand von Shirakura. Desweiteren findet man auf dem Markt unter anderem Ferti Soil.

pro:
- weniger starker Entzug von Nährstoffen
- in einer für Garnelen optimalen Größe erhältlich, 1-2 mm
- verschiedene Farben erhältlich

kontra:
- kostenspielig, für 10l kann man mit ca. 30€ rechnen
- ebenfalls Hemmung des Pflanzenwachtums
- Stengelpflanzen gehen häufig ein

Pflanzen-Soils

Muss man bei Akadama und den Soils kräftig nachdüngen, so entfällt bei der Wahl eines Pflanzen-Soils dieser starke Düngerverschleiß. Wenn man statt den traditionellen Bodengründen wie Kies oder Sand mit einem Soil auf Bodendünger verzichten muss, ist man mit dem nährstoffhaltigen Soil am besten bedient. Wurzelpflanzen finden im Boden die benötigten Nährstoffe und Halt. Es gibt noch nicht sehr viele Pflanzen-Soils auf dem europäischen Markt: unter Anderem Waterplant Soil, ADA Aqua Aqua Soil und die Bodengründe von Colomi.Colomi Pflanzen-Soil

Rechts der Kies von Colomi. Der Hersteller gibt an, dass der Bodengrund selbstreinigend sei und bloß alle fünf Jahre ausgewechselt werden muss. Leider hatte ich noch nicht die Gelegenheit dies zu testen. (Update)
Jedoch beeinflusst dieser Bodengrund nicht den pH-Wert, er stabilisiert diesen. Er spaltet allerdings Nitrit und Ammoniak, so das ein sofortiger Besatz von Tieren möglich ist.
Dieser Bodengrund ist kein Soil! Es ist eine behandelte Kies-Art. Jedoch beeinflusst dieser ebenso wie Soil auf eine gewisse Art die Wasserwerte und düngt die Pflanzen. Daher habe ich ihn in diesen Artikel aufgenommen.

pro:
- siehe Soil
- Bodendünger bereits enthalten

kontra:
- kostenspielig, für 5l ca. 18€